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FAIT – Fachassistent*innen Digitalisierung und IT-Prozesse

Es ist 17:30 Uhr: Hinter Stefanie Walter, Christian Übelhauser und Simon Späth liegt ein turbulenter Achtstundentag. Und der ist noch lange nicht vorbei. Während sich das KMpro-Büro in Cham allmählich leert, setzt Simon Späth sein Headset auf, Stefanie Walter legt sich ihr Notizbuch bereit und Christian Übelhauser holt sich eine Tasse Kaffee. Heute steht die allwöchentliche FAIT-Lerneinheit auf dem Plan: eine Online-Schulung bis mindestens 21:00 Uhr.

Aber was bedeutet FAIT überhaupt? Die Abkürzung steht für „Fachassistent*innen Digitalisierung und IT-Prozesse“ und bezeichnet eine ganz neue Weiterbildung: Die Absolventen lernen in etwa einem halben Jahr, digitale Geschäftsprozesse, Arbeitsabläufe und alle damit verbundenen Datenflüsse und Schnittstellen zu steuern. Das erleichtert auch die Dreiecksbeziehung zwischen Steuerberaterkanzlei, Mandanten und dem Finanzamt.

Die drei KMpro-Teilnehmer haben nicht lange gezögert, als sie von FAIT erfahren haben. „Ich habe sofort zugesagt“, lacht Simon Späth. „Prozesse digital zu gestalten, bringt einen erheblichen Mehrwert für alle Beteiligten. Da möchte ich mich gerne einbringen.“

Teilnehmer des allerersten FAIT-Jahrgangs zu sein und damit auf keinerlei Erfahrungswerte zurückgreifen zu können, empfindet Christian Übelhauser sogar als positiv: „Das Spannende für mich war vor allem, dass es etwas ganz Neues ist.“ 

Ganz klar: Eine gewisse Affinität zu digitalen Themen muss vorhanden sein. FAIT richtet sich daher gezielt an Steuerfachangestellte, die mindestens ein Jahr in einer Steuerberaterkanzlei gearbeitet haben, über ein Grundverständnis im Umgang mit digitalen Prozessen verfügen und ihre IT-Kompetenzen ausbauen möchten.

Christian Übelhauser, Simon Späth und Stefanie Walter sind bereits in den Endzügen ihrer Weiterbildung. Jeweils im wöchentlichen Wechsel nehmen sie an Online-Trainings teil oder erhalten ausführliche Lehrbriefe. „Ich habe festgestellt, dass wir bei KMpro schon recht gut digital unterwegs sind“, lacht Stefanie Walter. „Vieles kenne und nutze ich bereits. Dennoch habe ich bislang eine Menge Neues gelernt. Und es gibt zum Beispiel tatsächlich Betriebe, die zu 100 Prozent papierlos arbeiten. Da geht also noch so einiges.“

Der Zeitaufwand für die FAIT-Teilnehmer liegt bei etwa sechs Wochenstunden – zusätzlich zur regulären Arbeitszeit. Das ist nicht wenig – trotzdem sind alle drei noch immer mit Begeisterung dabei. „Meine Einstellung ist immer: Durch Digitalisierung können wir uns Arbeit sparen“, sagt Christian Übelhauser. „Aber es muss alles ineinandergreifen. Denn oft funktionieren die Abläufe größtenteils, aber es hakt an Details. Mein Ziel ist es, künftig in solchen Situationen durch meine Weiterbildung schneller reagieren zu können.“

Auch Simon Späth denkt schon an die Zukunft: „Ich möchte Mandanten Lösungen an die Hand geben, mit denen sie nicht gerechnet haben, die ihnen aber einen erheblichen Mehrwert bringen. Es muss unser Anspruch sein, den Bedarf zu erkennen und für unsere Mandanten mitzudenken. Mit digitalen Prozessen ist da unglaublich viel möglich.“

Noch sind die drei aber nicht so weit. Die Online-Schulung ist bereits in vollem Gange. Über 100 Teilnehmer aus ganz Bayern haben sich eingeloggt und lauschen dem Vortrag. Sehr theoretisch klingt das Ganze zunächst, aber dem Nicken der Teilnehmer entnimmt man, dass sie solche Fälle bereits aus der Praxis kennen. Scheint ganz so, als wäre KMpro hier bereits einen Schritt voraus.

Schwerpunkte bei FAIT:

  • Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)
  • Prozessbeschreibungen zur Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit von Aufzeichnungen und deren Aufbewahrung
  • Abgaben- und Verfahrensrecht als Grundlage für alle Prozessabläufe
  • Digitale Geschäfts- und Arbeitsprozesse

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